Aktuelles


Sommer 2026

FUE 201 "Virtual exchange"
Virtueller Austausch ermöglicht Begegnungen im Englischunterricht – und das mit weniger Aufwand, als man vielleicht denkt.

 

Neben physischen Mobilitäten über Austauschprogramme wie Erasmus+ bieten virtuelle Formen der transnationalen Zusammenarbeit ein womöglich unterschätztes Potenzial für den fremdsprachlichen Unterricht: Der digitale Raum schafft eine authentische Begegnungssituation, in der die Lernenden sprachlich und kulturell Bedeutung aushandeln – ganz im Sinne der Aufgabenorientierung. Die transnationale Zusammenarbeit baut auf kollaborativer Projektarbeit auf, bei der synchron über Videocalls sowie asynchron im jeweiligen Klassenraum ein gemeinsames Zielprodukt gestaltet wird. Die Heimatstadt in einem Video präsentieren, sich über lokale Nachhaltigkeitsansätze austauschen oder kulturelle Bedeutungen von Musik in einer Musiklandschaft visualisieren – den Möglichkeiten der Zusammenarbeit sind buchstäblich keine Grenzen gesetzt.

 

In dieser FUE-Ausgabe „Virtual Exchange“, herausgegeben von Katharina Delius und Fabian Krengel, durften mein Partner in Crime Philip Balling und ich zwei Beiträge aus unseren Unterrichten am Otto-Hahn-Gymnasium Bensberg beisteuern. In einem Interview wurden wir von Katharina zudem zu Gelingensbedingungen und Planungstipps befragt. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Mit ein paar Kniffen, etwas Teamgeist und einer Prise Mut lässt sich das erste Projekt schnell verwirklichen. Hier gehts zum Interview. 

 

Wir freuen uns über Rückmeldungen!

Aktuelles


Frühjahr 2026

FUE-Jubiläumsheft 200 "Authentische Aufgaben"
Authentische Aufgaben fordern die Lernenden heraus, motivieren zu echten Aushandlungsprozessen und aktivieren kognitiv – so weit der State of the Art in der Fremdsprachendidaktik. Im Jubiläumsheft des Fremdsprachlichen Unterrichts Englisch, das ich gemeinsam mit Wolfgang Hallet, Carola Surkamp, Karin Vogt, Britta Freitag-Hild, Britta Viebrock, Roswitha Henseler und Alexander Hallet herausgebe, beleuchten wir die Entwicklung des Konzepts vom task-based language learning bis zur komplexen Kompetenzaufgabe und machen Vorschläge für die konkrete Umsetzung in der Praxis. Für die Klasse 6 durfte ich einen Beitrag zur Planung und Durchführung eines Halloween-Klassenevents beisteuern und für die Methode im Fokus gehe ich der Frage nach, wie auch mit dem Lehrwerk komplexe Aufgaben geplant werden können. Denn leider muss man auch feststellen: Obwohl das Konzept der komplexen Aufgabe fachdidaktischer Konsens ist, ist es noch nicht so recht in der Breite der Unterrichtsrealität und im Alltag angekommen. In diesem Beitrag versuche ich, hartnäckige Mythen abzuräumen und den Blick zu weiten: Das Lehrwerk muss nicht von vorne bis hinten "durchunterrichtet" werden und man kann auch Seiten oder ganze Units auslassen. Die gewonnene Zeit und der gewonnene Fokus können dann in die Planung und Durchführung komplexer Aufgaben gehen – oftmals sind nur wenige Modifizierungen am bereits im Lehrwerk angelegten Material notwendig. 
Wir freuen uns über Rückmeldungen! 

Winter 2026

Out now: Aufgabenorientierte Handreichungen zur Graphic Novel New Kid
Die Lesegewohnheiten unserer Lernenden verändern sich zunehmend: Sie lesen kürzere Texte, oft beiläufig, digital und multimodal. Der Fremdsprachenunterricht kann hier ansetzen, um den Lebenswelten der Schüler:innen zu begegnen und gleichzeitig Gegenakzente zu setzen. Hierfür bieten sich Graphic Novels als erste Ganzschrift im Englischunterricht der Erprobungs- und Mittelstufe an. Sie sind zugänglicher, sprechen verschiedene Modalitäten an und wecken Lust am Lesen.
 
Wer sich mit einem solchen Vorhaben ausprobieren möchte, dem empfehlen wir unsere heute im Cornelsen Verlag GmbH erschienene Handreichung zur Graphic Novel New Kid. Inhaltlich widmet sich die Lektüre dem Protagonisten Jordan Banks, der nach einem Schulwechsel an die elitärere Riverdale Academy zwischen Diskriminierungserfahrungen und kollidierenden Lebensrealitäten seiner Freundesgruppen seinen Platz finden muss. In unserer Handreichung verbinden wir Aufgabenorientierung und generisches Lernen mit dem kulturdidaktischen Ansatz des rassismuskritischen Fremdsprachenunterrichts. Dieser soll die Lernenden dazu befähigen, diskriminierende Strukturen und Konfigurationen zu dekonstruieren und über ihre komplexen Lernprodukte aktiv an entsprechenden Diskursen mitzuwirken.
Wir freuen uns über jede Nutzung und natürlich über Rückmeldungen zur Aufbereitung. 

Herbst 2025

Weltweit sind die Feinde der Demokratie und der politischen Teilhabe auf dem Vormarsch. Nicht zuletzt deswegen hat die Schule den Auftrag, junge Menschen zu mündigen Demokrat:innen zu erziehen. Auch der Englischunterricht muss sich daran beteiligen. Insbesondere komplexe, herausfordernde und kognitiv aktivierende Aufgaben, die auf demokratiefördernde Lösungsansätze zielen – schon im Alltag und im Kleinen – sind hierfür gut geeignet. So ist dieses neue FUE-Heft hochaktuell – und gleichzeitig das "Abschiedsheft" von Marita Schocker und Andreas Müller-Hartmann, die die Zeitschrift über viele Jahre mitgestaltet und geprägt haben. Vielen Dank für diese Pionierarbeit, die unser Fach so vorangebracht hat und – on a personal note –  insbesondere auch für Ihre Unterstützung und Förderung in den letzten Jahren. Mein partner in crime Philip Balling und ich durften zwei Beiträge beisteuern. Im ersten zeigen wir, wie bereits in der Erprobungsstufe Demokratieförderung im Kleinen gelingen kann: Die Schüler:innen setzen sich mit einem Auszug aus dem in Versen geschriebenen Kinderbuch Sofia Valdez, Future Prez auseinander, entwickeln eigene Figuren, formulieren kleine lyrische Texte und werden zu echten Problemlöser:innen in ihrem Umfeld. Unser Beitrag für die Oberstufe wirft ausgehend von einem New York Times-Podcast die Frage nach den individuellen political awakenings junger Leute auf und fordert zur Selbstreflektion, zum internationalen Austausch und zum Erstellen eigener Podcastepisoden auf.

Sommer 2025

Im Jahr 2025 war Hörverstehen erstmals Teil des Englischabiturs in Nordrhein-Westfalen und noch immer beschäftigt die Konzeption geeigneter Prüfungsaufgaben die Fachschaften. Doch vor der Klausur steht der Unterricht: Wie lässt sich die Hörverstehenskompetenz eigentlich gezielt (weiter-)entwickeln? Worin liegen die Unterschiede zwischen den Hörverstehenszielen for gist, for detail, for implicit meaning und selective listening? Was hat es mit microlistening strategies auf sich und wie können die Schüler:innen unterstützen? Das Themenheft widmet sich diesen Fragen und bietet neben drei Listening Labs zur Schulung der Hörverstehenskompetenz auch einen Einblick in aktuelle Entwicklungen in den anglophonen Bezugskulturen USA, UK und Nigeria. Unter anderem werden Auszüge aus Chimamanda Ngozi Adichies neuem Roman „Dream Count” sowie Texte zu Donald Trumps zweiter Amtszeit präsentiert.